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Divertirsi a tavola

Aktualisiert: Apr 26

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„Divertirsi a tavola“, sich am Tisch mit einem außergewöhnlichen Porzellanservice vergnügen, lautet die Devise von Constanza Paravicini Medici di Marignano aus Milano. Schon als Kind schwang sie mit Vorliebe ihren Pinsel und zeichnet alles, was sie um sich herum sah. Anfang der 90er Jahre gründete sie das Atelier „paravicini“ für Keramikarbeiten.

„Die ersten Jahre waren zum Wegwerfen“, erzählt sie heute. Sie wollte praktisch den Teller neu erfinden. Dabei wurde viel Abfall produziert. Wunderschöne Dessins kreierte sie schon damals, doch die waren nicht alltagstauglich. Doch genau dies ist ihr Anspruch. „Wir produzieren Modelle für jeden Tag, jedoch viel eleganter“. Ein Meilenstein war dann die Zusammenarbeit mit einem Keramikartisten. Daraus entwickelte sich eine effiziente Produktivität. Dieser liefert nun noch poröse Modelle, auf die Constanza die Dessins aufträgt. Die Farben dazu rührt sie mit einem speziellen Pulver an. Dann werden die Teile ein zweites Mal gebrannt. Damit zieht die Farbe so fest ein, dass die Keramik spülmaschinenfest ist. Dadurch ist die weniger preziose Keramik viel eleganter als Porzellan.

Storyteller

Tolle Geschichten erzählt Constanza auf ihrer Keramik. Da wird die Zirkuswelt wiederbelebt, Heißluftballons wirbeln durch den Himmel oder die neuesten Astrologieweisheiten aufgezeigt. Viele persönliche Entwürfe werden auf Anfrage ausgeführt. „Ich setze jedes Motiv so ästhetisch um, dass es mir gefällt und ich dahinter stehe.“ Das Highlight war eine Kollektion für Dior, die auf der Salone mobile in Mailand im vergangenen Jahr vorgestellt, innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war.




Izmir heißt diese interessante Kreation von paravicini. Eine harmonische Farbkombination für den kleinen Snack zwischendurch.


Die ganz neue Tischkultur ist, wenn die Tafel mit jeweils nur einem Modell einer Linie gedeckt ist.Ganz avantgardistisch ist, wenn die Gläser auch noch unterschiedlich sind. So macht ein gemeinsames Essen besonders viel Spass, wenn jeder zu seinem Gedeck eine eigene Geschichte erzählt. Von paravicini



















`Ganz in Weiß´ gibt vor allem bei traditionellen Einladungen, die an alten Konventionen festhalten, den Ton an.

Dazu tolle Blumemarrangements "Ton in Ton", vermitteln ein rundes festliches Bild. Von flowerbx.




Für jeden Geschmack etwas bieten diese verschiedenen Modelle, teilweise aus Glas, Keramik oder Porzellan. Heutzutage können sie als Essteller verwendet werden, jedoch auch als Wanddecor. Ganz nach individuellem Geschmack. Alle bei Artemest zu erhalten.

Meissen bezieht ihren Rohstoff Kaolin, die Grundlage für Porzellan, aus der ältesten noch bestehenden Kaolingrube in Seilitz. Rotationssymmetrische Erzeugnisse werden auf der Töpferscheibe gedreht. Dabei gibt bei Gefäßen die Gipsform die modellgerechten Außenkonturen; eine Schablone sorgt für die Wandstärke und Innenkonturen. Figuren oder andere Rohporzellangegenstände werden aus diversen Einzelteilen garniert und verputzt. Anschließend werden Töne aus der Palette der 10.000 Farbrezepturen aufgetragen. Dann erfolgen das Glasieren nach eigener Rezeptur sowie der 2. Glattbrand bei 1400 Grad. Bei einigen Modellen wird noch eine Aufglasur-Malerei mit Farben, die aus dem Pulver gemischt mit ätherischen Ölen gefertigt werden, aufgetragen und nochmal bei 900 Grad gebrannt.



Aus Inden kommen häufig wunderschöne Farbkompositionen. Diese, meist Steingutmodelle lassen sich sehr harmonisch zu Granfoulards und einem Frühlingsblumenstrauss kombinieren. Privat
























Gegensätze ziehen sich an: Fröhlich und auf Konventionen pfeifend präsentiert sich links die Komposition von Meissen, Collage Motiv. Wer braucht schon noch Traditionen. Rechts der Klassiker "Ganz in Weiß" mit Goldrand. Wunderschöne Blumenarrangements von flowerbx.

Hier könnte ein Dichter und Denker wie Alexander von Humboldt gesessen haben. Ein Hauch von Inspirationen weht hier über die Tafel mit den wunderschönen Decors der Sternzeichen und -bilder. Von paravicini

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