Bücherregal

Leben auf einer Lüge



Es liest sich leicht und locker, man pendelt zwischen Europa, Russland und Amerika hin und her und lernt die unterschiedlichsten, sozialen Schichten kennen. Die aus dem Arbeitermilieu stammende Juliette steigt Anfang des 20. Jahrhunderts durch Zufall und Schicksal in den Adel auf und schlüpft in die Rolle der Gräfin Sofia. Selbst bei und nach der Hochzeit bekennt sie sich gegenüber ihrem Ehemann nicht zu der Wahrheit und das Schicksal nimmt seinen Lauf, Ausgang ungewiss. Die Fäden ziehen sich zwar bis in die italienische Gegenwart, hat aber eigentlich keinen Einfluss auf die Nachfahren. Diese kämpfen mit ihren eigenen Befindlichkeiten, die aber eher aus der direkten Vergangenheit resultieren. Doch über das italienische Landleben sowie der ehemaligen adeligen Dekadenz liest man im Sonnenschein ja immer gerne.

Santo Fiore, Andrea Riepp, Verlag Piper


Unter dem Markisendach



Es gibt eigentlich keine Entschuldigung dafür, wenn man seinen Freund verrät. Und doch kann selbst so ein Mensch sympathisch sein. Als die 17jährige Kim aus ihrem Luxus - Leben - wenn auch luxusverwahrlohst - zum ersten Mal bei ihrem biologischen Vater Urlaub machen muss, taucht sie in eine ganz andere Welt ein. Nicht nur, dass dieser ein erfolgloser Vertreter für Markisen ist, er lebt auch noch in einem heruntergekommenen Industriehalle und umgibt sich mit Saufkumpanen - obwohl er selber gar nicht trinkt. Es ist ein Büßer-Leben, was die - zunächst ungewollte - Tochter mühsam heraus findet. Und sie entdeckt weiter, dass auch solch ein - nach außen wirkendes - armseeliges Leben durchaus positive Aspekte haben kann. Und sie lernt es und ihren Vater lieben, obwohl das Geheimnis, dass er lange bewahrt hat, wirklich nichts ist, worauf man stolz sein könnte. Und auch ihr vermeintlich unsympathischer Stiefvater hat seine Gründe für sein Verhalten und versöhnt sich schließlich mit der Vergangenheit. So kann jedes Schicksal etwas gutes für sich haben und irgendwann ist immer der Zeitpunkt, wo man alles hinter sich lassen muss und verzeihen kann.


Der Markisenmann, Jan Weiler, Verlag Heyne.




Die Chemie muss stimmen

Dass die Chemie stimmen muss, wissen wir. Dies wird oft schon von den Eltern und auch in der Familie eingeprägt. Wenn Mann und Frau sich verlieben, fliegen die kleinen Elektronen offensichtlich nur so hin und her. Doch wie dies alles genau aussieht, wissen die Allerwenigsten. Als sich Elizabeth verliebt ist dies ganz klar eine Aufeinanderprallung der kleinen Partikel und dies wird genau erläutert. Dass dann nach vielen Schicksalsschlägen - die in den 60ger Jahren leider auch ein Mangel der Emanzipation sind - schwenkt Elizabeth auf die Köchinseite um. Und dies wird in einer Fernsehsendung ebenfalls genauestens auf chemischer Basis erläutert. Wie konsequent die intelligente Dame in ihrem Handeln und Meinungen ist, ist sehr interessant zu lesen und vermittelt ein Bild, wie sich auch heute Frauen sehen können.

Eine Frage der Chemie, Bonnie Garmus, Verlag Piper



Backen für die Lebensfreude


Im Leben läuft nicht immer alles so, wie man es sich vorstellt. Die Ballettkarriere endet durch einen Sturz und die Liebe des Bäckers in einer Katastrophe. Jeder verarbeitet solche Schicksalsschläge anders. Das anfänglich etwas seicht wirkende Buch entwickelt sich zum tiefgreifenden Werk mit Problemsituationen, die zu lösen sind und sei es durch heftiges Teigkneten - natürlich viel Empathie und Einfühlungsvermögen.

Der Geschichtenbäcker, Carsten Henn, Verlag Piper


Lange Nachkriegsspannungen.

Lange zogen sie sich hin, die Nachkriegwirrungen in Berlin. In vier Sektoren war die Hauptstadt aufgeteilt und es waren quasi Feindgebiete. Als 1954 der Verfassungspräsident Otto John - alles reale Figuren - verschwindet - schrecken die Politiker bis in die höchsten Etagen auf. In den Ostsektor zu gehen und dort Ermittlungen aufzunehmen ist höchst gefährlich, wie die abkommandierte Sicherheitsgruppe aus Bonn weiß. Und wie das in einem Spionagethriller so ist, haben viele Beteiligte zwei Gesichter und spielen mit gezinkten Karten. Für mich als Leser war es insofern interessant, dass sich, obwohl der Krieg offiziell 1945 beendet war, trotzdem noch so lange Feindbilder in einer Stadt halten konnten. Und dieser Zustand bis zu dem Bau der Mauer und darüber hinaus angehalten hat. Die Parallele zu dem heutigen Konflikt ist jedoch nicht zu übersehen. Sehr spannend zu lesen.

Ein Präsident verschwindet, Ralf Langroth, Verlag Rowohlt


Flirrende morbide Sommerhitze



Die Familie ist eine Gemeinsame Sache! Auch wenn einige Familienmitglieder in diesem Buch irgendwie versuchen auszuscheren - der eine Sohn versucht in der Ferne sein eigenes Leben zu führen, eine Tochter kann und will sich nicht an Konventionen halten, die Mutter will lieber alleine leben, als bei ihrem Ehemann - so ziehen alle doch irgendwie an einem Strang. Das Familenleben wird irgendwie manchmal zelebriert und wenn Not ist, auch zusammengerückt. Interessant sind die unterschiedlichen Charaktere, die sich aus so einer gemeinsamen Sache entwickeln und in denen sich jeder Leser irgendwie wiederfinden kann. Bei Anne Tyler sind es wie immer die kleinen Dinge, die das Leben und Lesen so lebenswert machen.

Anne Tyler, Eine gemeinsame Sache, Kein&Aber




Sengende Hitze strömt durch die ewige Stadt Rom und in den 70er Jahren ließ man sich davon richtig treiben. Nicht ganz so wie der junge Leo Gazzara, der anscheinend von der Hand im Mund lebt - überraschenderweise teilweise ganz gut. Morbide ist die Freundschaft zu dem labilen Graziano genauso zerstörerisch wie die Liaison zu Arianna. Das heiße Drama nimmt seinen Lauf bis zu dem tragischen Finale, welches ummantelt wird von dem Dolce Vita des Roms der 70er Jahre. Das Herausragende dieses Buches ist, neben der Ambiente, die literarische Sprache des Südens und des damit verbundenen Lebensgefühls.

Der letzte Sommer in der Stadt, Gianfranco Calligarich, Verlag Zsolnay


Wenn die Vergangenheit nicht ruht



Nach vorne zu schauen ist immer schwierig, wenn es in der Vergangenheit noch offene Wunden gibt. Ein Thema ist ein verschwiegenes Geschwisterkind, welches vor allen geheim gehalten wird. Besonders belastend ist dies, wenn dadurch die Liebe zum aktuellen Partner und weiterem Kind fehlt. Auf der anderen Seite ist der Tod eines Kindes, ein Schicksal, welches von Eltern kaum zu verkraften ist. So sind zwei Familien mit zwei Tragödien durch eine Person so ineinander verwickelt, dass es sie fast daran zerbrechen lässt. Langsam aber sicher löst sich jedoch der vergiftete Knoten, so dass die Beteiligten - zwar noch mit Narben - Luft holen und sogar unter veränderten Vorzeichen weiterleben können.

Unter Wasser Nacht, Kristina Hauff, Verlag hanserblau



Was nicht sein durfte

...und heute oft noch nicht sein darf, leider. Ein ergreifendes Buch zu einer Thematik, die oft nicht viel besser geworden ist, auch wenn Bezeichnungen verboten werden. Die Liebe eines deutschen Mädchens in der Nachkriegszeit zu einem farbigen US-Soldaten zeugt das, was sich früher Brown Babies nannte. Gretchen liebt Bob und die gemeinsame Tochter Marie. Doch da ihre Mutter das Kind nicht akzeptiert und sie Marie wegen ihrer lebensnotwendigen Arbeit nicht betreuen kann, gibt sie das Mädchen - wie sie denkt - kurzfristig in ein Kinderheim. Auch Bob wird zurück versetzt und kann nicht - auch aufgrund von Lügen - zunächst nach Deutschland zurückkehren. Und das Heim gibt Marie nicht wieder zurück und vermittelt sogar eine Adoption nach Amerika. Mit welch einer Verzweiflung Gretchen um ihre Tochter kämpft und sie - auch während ihrer zweiten Ehe und der Erziehung eines zweiten Kindes - fast daran zerbricht, ist sehr ergreifend zu lesen. Der Halbbruder - in der Form eines bekannten Moderators namens Tom - erfährt erst spät von der Existenz seiner Schwester und überhaupt des Schicksals seiner Mutter und versucht diese Puzzlestückchen mühsam wieder zusammen zu führen. Für mich ist es unverständlich, wie man die Liebe und die Nachkommen derer wegen ihrer Hautfarbe so verurteilen kann. Jedoch frage ich mich, ob sich dies heutzutage - auch wenn man gewisse Worte nicht mehr sagen darf, wirklich so geändert hat. Es sind nicht die Worte, die verletzten, sondern der Ton macht die Musik.

"Stay away from Gretchen", Susanne Abel, Deutscher Taschenbuchverlag


Wenn Liebe zu verqueren Mordgedanken führt


Bevor es endlich zur eigentlichen Krimithematik geht, kann man Diverses über die Flüchtlingsthematik in Italien erfahren, die wahrlich nicht zu unterschätzen ist, Doch der eigentliche Mord an der Schneiderin Elena führt erstmal durch ein verwirrendes Fadengespinst und endet dann in einer Vergangenheit, wo manche Ermittler wohl nicht richtig hingeschaut haben. Ansonsten nett zu lesen, wie das kulinarische Leben in Italien so spielt.

Das Ende des Fadens, Andrea Camilleri, Verlag Lübbe


Wie das Leben so unterschiedlich spielt


Helene hat es nicht leicht im Leben - allerdings ähnelt ihr Schicksal vielen anderen auch. Die Mutter ertränkt ihren Kummer über den weggelaufenen Ehemann in Alkohol, der entsprechende Mann mit unterschiedlichen Freundinnen. Diese sind so unterschiedlich wie die Facetten des Lebens der jungen Protagonistin selber. Diese ändert nicht nur ihren Namen in den unterschiedlichen Lebensberichten, auch Lebensentwürfe inklusive der mitspielenden Personen sind sehr divers, bis hin zu einem onominösem Unfall, bei dem sie ihr Gedächtnis verliert. Teilweise etwas verwirrend, aber wie eben das Leben so spielt, nicht immer nach vorgegebenen Regeln.

Milena Moser, Mehr als ein Leben, Verlag Kein&Aber



Was Frauen so passiert


Von allem etwas kann man in diesem Frauenroman lesen. Jede Frau hat ihr eigenes Schicksal, glücklich wieder vereint, alleine und hoffend, beruflich erfolgreich und trotzdem nicht richtig glücklich. Doch die drei Frauen halten - nach einer Streitpause - bedingungslos zusammen, auch wenn sich alles ein bisschen viel um die verstorbene Freundin dreht. Spannend sind zwischendurch die Fragen, ob die junge Pia ihre ungeplante Schwangerschaft durchzieht und wer der leibliche Vater einer Protagonistin ist. Ein optimales Buch für ein verregnetes Wochenende.

Drei Frauen am See, Dora Heldt, DTV



Eisige Absichten

Die vermeintlich harmlosen...sollte man immer hinterfragen. Mehr will ich gar nicht verraten. Unfreiwillig von der Außenwelt abgeschnitten, müssen die Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter und sonstige Beteiligten in einem Luxuschalet miteinander ausharren. Doch es werden immer weniger. Ein Mord nach dem anderen passiert, so dass sich die Verbliebenen argwöhnisch beäugen, wer wohl der Täter sein könnte. Ein Motiv hätte fast jeder; man müsste nur genau hinter die Kulissen schauen, die sich teilweise glamourös, teils schüchtern oder weltmännisch geben.

Das Chalet, Ruth Ware, Deutscher Taschenbuch Verlag


Mörderische Gier nach Gold


Die Gier nach Gold ist bekanntlich groß. Das war früher so und es ist es auch heute noch. Und wenn dieses Gold

in Form von historischen Münzen ist, ist der Wunsch dieses in seinen Besitz zu bringen besonders groß, da wird auch ein Mord nicht ausgeschlossen. Erbe verpflichtet, und es übernimmt auch die Schuld; diese Erkenntnis hat die Kunsthistorikerin Anna Bentrop, als sie das Haus ihrer Tante erbt. Für das im Keller gefundene Doppelgrab interessiert sich nicht nur sie und natürlich die Kriminalpolizei, sondern auch sonstige unliebsame Besucher. Eine besondere Bewandnis haben die dort enthaltenen historischen Goldmünzen, die - und dies stellt sich bei Recherchen heraus - schon im Mittelalter im klerikalen Kreise für Mord und Totschlag gesorgt haben. Dies ist in der Gegenwart so und ruft auch Numismatiker auf den - nicht immer rechten - Plan. Ein interessanter Krimi, besonders, da er in Köln stattfindet.

Das doppelte Grab, Margarete von Schwarzkopf, Emons Verlag


Der schöne Schein

Jeder hat sein Päckchen zu tragen, auch im Filmgeschäft der 50er Jahre. Die kleinen Geheimnisse wie der die Sucht nach Alkohol oder diversen Pillen und sei es nur die nicht zugegebenen Sehnsüchte nach anderem Sex, was zu dieser Zeit noch nicht publik werden durfte. Doch wem es letztendlich zum Verhängnis wird und wer sich daraus rettet und zu einem zufriedenen Leben findet, ist eine verwickelte Geschichte - wie imer von Boyd interessant geschrieben.

Trio, William Boyd, Verlag Kampa


Mit Songs zur unfassbaren Lösung


Zu welchen Taten manche Menschen fähig sind, können wir uns wahrscheinlich nicht vorstellen - wollen wir auch gar nicht. Perfide Gedanken entwickeln manche Psychopathen, um ihre Opfer in ihre Gewalt zu bekommen. Dass es dabei noch Neben-Akteure gibt, macht die Lösung des Falls zu einer unendlich verwickelten Geschichte. Interessant ist die Song-Auswahl, durch welche das entführte Mädchen auf sich aufmerksam machen möchte. Ein Thriller, der es in sich hat und der uns wieder vor Augen führt, dass man sich selbst auf die nächsten Vertrauten nicht verlassen kann.

Playlist, Sebastian Fitzek, Verlag Droemer



Im Strudel von Gewalt und Drogen


Die Wahrheit ist nicht immer angenehm das wissen wir. Und dass die Drogenwelt mit harten Bandagen kämpft, ist ebenfalls bekannt.

Die Geschichte an sich ist spannend, aber.. . ob man wirklich in einem Roman, sei es auch in einem Kriminalthriller, auf jeder Seite von mindestens drei Morden lesen muss, sei dahingestellt.

Die Geschichte ist zwar spannend an sich, jedoch wird von einem Mißerfolg nach dem anderen berichtet, da wünscht man sich schon etwas Abwechslung und so ab und an auch etwas Positives. Nichts für ungut, aber auch ein Thriller kann manchmal einige Highlights aufweisen.

Auf der anderen Seite ist es leider die harte Realität, wie es in der "Drogenindustrie" zugeht und wie korruptierbar viele Menschen sind, bis hin höchste Positionen. Nicht für Ehre, sondern für Geld.

Das Kartell, Don Winslow, Verlag Droemer


Die Tragödie der Außenstehenden


Und das Drama nimmt seinen Lauf: was wiegt mehr? Antisemitismus oder Rassismus? Darf eine jüdische Mutter über einen Schwarzen schimpfen, der ihr Kind getötet hat oder muss sie sich auf Anforderung von schwarzen Interessenverbänden erklären und entschuldigen?

Ein schwarzer Schüler fällt kurz darauf auf einer Party tot um. Drogen! Hatte er ein Drogenproblem? Doch bei den Recherchen von Polizei und Familien keimt der Verdacht auf, dass ein jüdischer Mitschüler irgendwie darin verwickelt sein könnte und der nun - mitsamt seiner Familie - wiederum antesemitischer Anfeindungen ausgesetzt ist. Wo liegt die Wahrheit und welche Befindlichkeiten und Schwächen tauchen auf, die eigentlich niemand wissen sollte. Spannend ist das Buch - obwohl kein Krimi - und wir Leser wollen wissen, "Was ist nun wirklich gewesen"

"Wo der Wolf lauert", Ayelet Gundar-Goshen ; Verlag: Kein&Aber



Die Wunde eines Lebens

Es ist die Wunde eines Lebens, wenn ein Elternteil - in diesem Roman die Mutter - dem Alkohol verfallen ist. Mit drei Kindern - von zwei Vätern - wohnt die wunderschöne Agnes erst in einem Arbeiterviertel - dann in einem Elendviertel Glasgows. Den Schwierigkeiten des Lebens kann die bis fast zum Schluss stets gepflegte Mutter nur mit tassenweise, nachher flaschenweise Alkohol widerstehen. Die älteste Tochter will nur noch raus aus diesem Leben und rettet sich nach Afrika. Nach einer gescheiterten Trockenperiode - flüchtet auch der zweite Sohn, er ist zu frustriert und hat nun ebenfalls die Hoffnung aufgegeben. Die Hoffnung stirbt für den kleinen Shuggy erst am Schluss, nachdem er jahrelang dem Verfall der Mutter zugesehen hat. Verstärkt wird das Elend durch die gnadenlosen Schikanen der Mitbewohner gegen den etwas anderen Shuggy. Der Kampf gegen den Alkoholismus ist nicht nur das Leiden der Trinker selber, sonder auch - und vor allem - der der Kinder.

Shuggy Bain, Douglas Stewart, Hanser Literaturverlage.

Lesung in Köln am 29.9.2021 um 19.30 im Literaturhaus

Aus Brotkrümeln Schachfiguren basteln ist wie aus der Not eine Tugend machen. Zwei Werdegänge zu Schachmeistern erzählt Stefan Zweig in seiner Schachnovelle. Eindrucksvoll umgesetzt hat dies der Künstler Didi Jünnemann. 40 Szenen zeichnete er und spricht die jeweiligen Kapitel zu seinen Zeichnungen. Der eine Werdegang ist die eines Jungens, der, früh entdeckt, zum Schachweltmeister avanciert. Auf einem Schiff trifft er schließlich auf den anderen Werdegang: der eines ehemaligen Nazigefangenen, der in seiner Haft eben mit Brotkrümeln, die zu Schachfiguren geformt wurden, auf einer karierten Bettdecke Schach spielte. Somit überstand er die Qualen des Gefängnisses. Diese beiden unterschiedlichen Charaktere treffen nun in einer spannenden Schachpartie aufeinander.... Didi Jünnemann zeichnet dies mit ausdrucksstarken Gesichts-Mimiken und wunderbaren Szenedarstellungen und spricht alle Persönlichkeiten viel Inbrunst und Empathie selbst. Sehen- und Hörenswert. Zu sehen im Altenberger Hof, Mauenheimer Str. 92, 50733 Köln-Nippes. www.didijuennemann.de/schachnovelle

Fotos der Zeichnungen: Gerburg Stoffel

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