• MartinaReims

Zug um Zug für geistige Freiheit


Aus Brotkrümeln Schachfiguren basteln ist wie aus der Not eine Tugend machen. Zwei Werdegänge zu Schachmeistern erzählt Stefan Zweig in seiner Schachnovelle. Eindrucksvoll umgesetzt hat dies der Künstler Didi Jünnemann. 40 Szenen zeichnete er und spricht die jeweiligen Kapitel zu seinen Zeichnungen. Der eine Werdegang ist die eines Jungens, der, früh entdeckt, zum Schachweltmeister avanciert. Auf einem Schiff trifft er schließlich auf den anderen Werdegang: der eines ehemaligen Nazigefangenen, der in seiner Haft eben mit Brotkrümeln, die zu Schachfiguren geformt wurden, auf einer karierten Bettdecke Schach spielte. Somit überstand er die Qualen des Gefängnisses. Diese beiden unterschiedlichen Charaktere treffen nun in einer spannenden Schachpartie aufeinander.... Didi Jünnemann zeichnet dies mit ausdrucksstarken Gesichts-Mimiken und wunderbaren Szenedarstellungen und spricht alle Persönlichkeiten viel Inbrunst und Empathie selbst. Sehen- und Hörenswert. Zu sehen im Altenberger Hof, Mauenheimer Str. 92, 50733 Köln-Nippes. www.didijuennemann.de/schachnovelle

Fotos der Zeichnungen: Gerburg Stoffel

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