stadtMAGAZIN KÖLN

Die schönsten Seiten unserer Stadt

Gartenhistorie

Adenauer – der Garten und
sein Gärtner

 

 

 

 

„Haben Sie einen Garten?“, fragte Konrad Adenauer im Frühjahr 1945 Lieutenant Colonel Patterson, den amerikanischen Militärgouverneur von Köln. Patterson wollte Adenauer, den Kölner Oberbürgermeister, den die Nazis 1933 mit dem Tode bedroht, vertrieben und abgesetzt hatten, nach dem Einmarsch der US-Armee in Köln wieder in sein Amt einsetzen. Köln war eine einzige Ruinenlandschaft. „Warum sollte ich einen Garten haben?“, fragte Patterson zurück. „Da können Se Jeduld lernen“, antwortete der Gärtner aus Leidenschaft in seinem unverwechselbaren rheinischen Tonfall. Und Geduld brauchte es jetzt – in Köln, in Deutschland und in Europa. Da war Adenauer gefragt. Soweit ein kurzer Auszug etwa zu Beginn des Buches „Adenauer – der Garten und sein Gärtner“. Es ist im Greven-Verlag in Köln erschienen.

Vor 140 Jahren wurde der Kölner Dom vollendet. Er ist die Mutterkirche des Erzbistums Köln, Wahrzeichen der Stadt und Weltkulturerbe. Mit seinen 157 Meter hohen Türmen galt er lange Zeit als das höchste Bauwerk der Welt. Heute besuchen in Spitzenzeiten bis zu 30.000 Touristen täglich die Hohe Domkirche St. Petrus und wohl kaum einer fragt, was Sulpiz Boisserée, angesehener Kaufmannssohn und Kunstsammler aus Köln, mit der Vollendung des Doms zu tun gehabt haben mag. Nur wenig deutet in unserer Stadt auf diesen Mann hin, den man aus heutiger Sicht wahrscheinlich einen Kunsthistoriker nennen würde. Es gibt ein kleines Sträßchen im Belgischen Viertel, das seinen Nachnamen trägt und eine Domfigur. Kein Platz, kein Denkmal erinnert an Sulpiz Boisserée, der vor anderthalb Jahrhunderten mit nahezu manischer Besessenheit seine Idee von der Vollendung des Kölner Doms vorantrieb und zum Erfolg führte. Ohne Sulpiz Boisserée (1783-1854) glich der Kölner Dom unter Umständen heute noch dem Pferdestall, zu dem Napoleon ihn einst missbraucht hatte.

Vollendung des Kölner Doms

(K)EIN Denkmal
für Sulpiz Boisserée

 

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EDITORIAL aktuelle Ausgabe:

Liebe Leser*innen,

 

wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Nicht nur, dass wir mit den Folgen wachsender Umweltzerstörung zu kämpfen haben und mit den Herausforderungen, welche die Corona- Pandemie an uns stellt – wir müssen auch zusehen wie in vielen Ländern die demokratischen Strukturen allmählich bröckeln und demokratische Grundwerte zunehmend bedroht sind. Mit Sorge muss man seinen Blick auf die USA richten. Wie werden sich die Wahlen am 3. November gestalten?

Wenn bei uns die Grünen einen enormen Aufwind bei den Landtagswahlen verzeichnen, weil die Menschen ein Umdenken in der Politik wollen, zeigt sich das Funktionieren unserer Demokratie, in der Wahlniederlagen ohne Zögern anerkannt und respektiert werden.

Unsere Demokratie ist stark und basiert auf einem soliden Fundament, das durch unsere Gründungsväter – allen voran Konrad Adenauer – gemauert wurde.  

 

In dieser Ausgabe lernen wir Adenauer aus einem besonderen Blickwinkel kennen: Als Gärtner. In seinem Garten in Rhöndorf sammelte Adenauer Kraft und nutze ihn auch für politische Treffen und Entscheidungen.

Wenn Sie mögen, folgen Sie uns bei einem weiteren Zeitsprung in die Geschichte: In der Abhandlung über Sulpiz Boisserée geht es um das Wirken des Kölner Kaufmannssohnes für die Vollendung des Kölner Doms.

Nach Corona bedingter Pause meldet sich das kulturelle Leben ins Hier und Jetzt zurück. In unserer Theater-Rubrik erwartet Sie eine Rezension über eine interessante Inszenierung im Orangerie Theater. Und auch Literamus in Rodenkirchen bietet wieder hochkarätige Veranstaltungen an.

Darüber hinaus begegnen Ihnen in unserer Herbst-Ausgabe wieder unsere beliebten Serien, mit Beiträgen über bemerkenswerte Menschen und deren Lebensumfeld, die Sie ausschließlich im stadtMAGAZIN KÖLN lesen können.

 

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Herbst und entspannte Stunden beim Lesen der aktuellen Ausgabe, für die mein Team und ich wieder mit viel Herzblut und Engagement recherchiert und geschrieben haben.

Herzlichst Ihre

Karola Waldek

- Herausgeberin -

stadtMAGAZIN KÖLN

Magazin für Zeitgeschehen, Kunst, Kultur und Lebensart. Seit über 30 Jahren für Köln.

Aktuelle Ausgabe:

Oktober | November 2020

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Corona-Virus: Inzidenzzahl liegt bei 152,5
Aktuell sind 2.328 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert

Zur aktuellen Lage: Mit Stand Sonntag, 25. Oktober 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 8.640. (Vortag: 8.307) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 152,5.

 

Nach wie vor gelten in Köln folgende Regelungen:
- Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die Stadt Köln lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu (E-Mail: 53-Veranstaltungsanmeldung@Stadt-Koeln.de). Dann gilt drinnen eine Grenze von maximal 250 Teilnehmenden, draußen von 500 Teilnehmenden. Die Regelung, dass die zulässige Teilnehmerzahl zusätzlich auf ein Fünftel der normalen Kapazität des Veranstaltungsortes beschränkt wird, gilt nicht mehr.

- Sperrstunde und Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr, darüber hinaus gilt an Wochenenden (Freitag 20 Uhr bis Montag 6 Uhr) ein Verkaufsverbot von Alkohol an Hotspots.

- Von 22 bis 6 Uhr gilt ein Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum.

- Im öffentlichen Raum dürfen sich außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

- In den öffentlichen Bereichen des Kölner Stadtgebiets, in denen ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Insbesondere gilt diese Verpflichtung in sämtlichen Fußgängerzonen, in Einkaufsstraßen, in der Altstadt, auf den Kölner Ringen, am Rheinufer linksrheinisch zwischen Mülheimer Brücke und Südbrücke sowie auf dem Rheinboulevard/Rheinpromenade rechtsrheinisch.

- Im Einzelhandel gilt: zehn Quadratmeter pro Kunde.

- Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung sind auf maximal zehn Personen begrenzt. Von privaten Feiern in der eigenen Wohnung wird dringend abgeraten. Auch hier erscheint eine Begrenzung auf maximal zehn Personen sinnvoll.

Corona-Testzentren
Das städtische Testzentrum am Flughafen Köln/Bonn ist täglich rund um die Uhr geöffnet, das städtische Testzentrum am Hauptbahnhof täglich von 7 bis 23 Uhr, das Infektionsschutzzentrum an der Uniklinik montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr (Terminabsprache nötig) und das Infektionsschutzzentrum im Gesundheitsamt am Neumarkt montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.

https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf53/corona_uebersicht_testangebote_koeln.pdf

 

Gesundheitsamt empfiehlt regelmäßiges Lüften bei weit geöffnetem Fenster 
Angesichts der kühleren Witterung verlagert sich das gesellschaftliche Leben wieder vermehrt in Innenräume. Das Gesundheitsamt rät, diese über weit geöffnete Fenster regelmäßig für mindestens 15 Minuten zu lüften, um potenziell virushaltige Aerosole zu entfernen.

 

Alle wichtigen Informationen und tagesaktuelle Zahlen sind im Internet abrufbar
Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere Informationsseiten. Dort werden täglich aktuelle Zahlen veröffentlicht. Das Bürgertelefon der Stadt Köln beantwortet allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus unter der Service-Rufnummer 0221 / 221-33500. Es ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

 

Unter https://www.coronawarn.app/de/ stehen Informationen zur Corona-Warn-App zum Herunterladen bereit.

 

Die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist abrufbar unter https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-10-16_coronaschvo_ab_17.10.2020_lesefassung.pdf .

 

-jm-

Zeitgeschehen

Ressourcen schonen durch
Lebensmittelwertschätzung

 

Am 22. August 2020 war der „Earth Overshoot Day“ – der Tag im Jahr, der die Überlastung unseres Planeten markiert. Seit diesem Tag sind unsere natürlichen Ressourcen für das Jahr 2020 bereits aufgebraucht. Das heißt, wir haben weltweit mehr verbraucht als die Erde in derselben Zeit reproduzieren konnte. Zu gut für die Tonne! erklärt, welche Rolle unser Umgang mit Lebensmitteln dabei spielt und inwiefern Lebensmittelwertschätzung dazu beitragen kann, Ressourcen zu schonen. Wir alle können einen wertvollen Beitrag leisten!

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