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stadtMAGAZIN KÖLN

Die schönsten Seiten unserer Stadt

Der Bikini feiert seinen 75. Geburtstag

Von den Anfängen bis zum Männerbikini

 

 

 

 

Am Anfang ein Skandal und bis heute heiß diskutiert: der „Bikini”. Das wohl spektakulärste Kleidungsstück der Modegeschichte, feierte am 5.Juli seinen Geburtstag! Vor exakt 75 Jahren präsentierte Louis Réard, gelernter Maschinenbauingenieur, im Pariser Schwimmbad Molitor einen nabelfreien und für die damaligen Verhältnisse viel zu knappen Zweiteiler, der die ganze Welt schlagartig in einen Atemstillstand versetzte. Die Wahl des Namens war ein genialer Schachzug und wesentlich für die Erfolgsgeschichte. Réard benannte das Stückchen Stoff nach dem gleichnamigen Bikini-Atoll, das durch die wenige Tage zuvor stattgefundenen Atombomben-Tests der Amerikaner die Schlagzeilen der Titelseiten der internationalen Presse dominierte. Seine Erfindung sollte hierdurch mit der Sprengkraft einer Atombombe assoziiert werden. Und so ging das Wort „Bikini“ unübersetzt in alle Kontinente.

Ob die Nachahmung der Natur, Sinnestäuschungen im Dekor oder visuelle Erweiterungen der Architektur – immer geht es um das Verhältnis von Sein und Schein. So brachten verschiedene Epochen wie der Realismus, Barock, Historismus oder die Moderne ihre spezifischen Kontexte, Werke und Interpretationen mit sich.

Der schöne Schein ist also nicht erst heute ein Thema, sondern begegnet uns immer wieder in der Architekturgeschichte. Denkmale zeugen bis heute davon und beeindrucken mit optischen Täuschungen und Illusionen. Schon seit vielen Jahrhunderten, von der Antike über die Kunst und Architektur des Barocks bis heute, faszinieren uns die Tricks und Künste, die hinter solchen Illusionen stecken.

Tag des offenen Denkmals

Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

 

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EDITORIAL aktuelle Ausgabe:

Liebe Leser*innen,

 

erschütternde Nachrichten erreichten uns im Juli aus nächster Nähe: Die Ahr und weitere Flüsse überschwemmen weite Teile der Ufergebiete mit verheerenden Folgen für die dort lebenden Menschen. Für viele von ihnen kommt jede Warnung zu spät, sie sterben in den Wassermassen. Tausende sind obdachlos oder haben ihre Existenz verloren. Fast 500 Gebäude sind weggerissen, bzw. vollständig zerstört.

Überschwemmungen solchen Ausmaßes kennen wir weitestgehend nur aus Asien – weit weg von uns. Man erfährt es in den Nachrichten, sieht die Bilder, ist kurzfristig schockiert und vergisst es wieder. Doch die Naturkatastrophen rücken näher und werden häufiger.

Wer bisher noch am Klimawandel zweifelte, dem wurden jetzt die Folgen vehement vor Augen geführt. Das Unglück ist so nah, so greifbar und macht uns fassungslos. Den Wassermassen folgte eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft: Durch tatkräftiges Zupacken oder Geld- und Sachspenden. Auf Seite 34 haben wir ein paar Informationen zusammengetragen, wie man helfen kann.

Alle reden vom Klimawandel, wenige tun etwas dagegen. Weder im Großen noch im Kleinen. Dabei kann man mit wenigen Mitteln vor der eigenen Haustüre beginnen, z.B. Vorgärten in biodiverse Glücksorte umwandeln. Ade´ Schottergarten: Einen Buchtipp für die Anlage von solchen „Glücksorten” finden Sie in dieser Ausgabe.

 

Außerdem packen wir das Glück im Spätsommer noch einmal beim Schopf mit unserem Sommer-Gewinnspiel. Mitten im Hochsommer feierte der Bikini seinen 75. Geburtstag – für uns ein Anlass, über seine Geschichte zu berichten.

Um Geschichte, Architektur und Denkmalpflege dreht sich diesen September der Tag des Offenen Denkmals. Ein architektonisches Highlight aus der Zeit des Bauhauses lernen Sie in unserer Serie leben & wohnen kennen, und was für eine Geschichte antike Bilderrahmen erzählen können, lesen Sie in unserer Serie über Restaurierungen.

Kulinarik, Kultur, bürgerschaftliches Engagement und Einblicke in die Arbeit eines weltweit renommierten Hufschmiedes runden die Thematik in der Spätsommer-Ausgabe des stadtMAGAZINS KÖLN ab, bei dessen Lektüre ich Ihnen wieder viel Freude wünsche.

Herzlichst Ihre

Karola Waldek

- Herausgeberin -

stadtMAGAZIN KÖLN

Magazin für Zeitgeschehen, Kunst, Kultur und Lebensart.

Seit über 30 Jahren für Köln.

Aktuelle Ausgabe:

August| September 2021

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Kontaktieren Sie uns gerne unter
fon 02236-384 66 90

leben & wohnen

Bauhaus der Künste und Familien

 

 

„Die Kunst breitet sich immer mehr aus“ schmunzeln die Eheleute Brigitte und Clemens Hillebrand. Clemens Hillebrand der Ältere, in Persona der Großvater gleichen Namens wie der heutige Besitzer, ließ das Haus anno 1929 von dem Architekten Op gen Oorth im Bauhausstil entwerfen und errichten.

„Eigentlich war das Haus damals für eine Familie konzipiert“, doch dann ergab es sich, dass immer mehrere Familien dort wohnten und damit die Kunst einzog.

„Das ganze Haus ist quasi eine Galerie“, so Clemens Hillebrand. Zwar ist der eigentliche Ausstellungsraum im Erdgeschoss angesiedelt – und wird von Brigitte Hillebrand verwaltet – wo schon verschiedene Ausstellungen stattfanden, u.a. von Ursula Arndt, Otto Coester und Gottfried Böhm. Doch die Bilder des Künstlers hängen im ganzen Haus.