

stadtMAGAZIN KÖLN
Die schönsten Seiten unserer Stadt
STADTGESCHICHTE
Die Kettenhäuser in Köln
Kette: Sie ist wohl eines der unmissverständlichsten Symbole dafür, dass „ab hier Schluss ist“. Vermutlich seit Jahrtausenden haben sich Menschen dieser so einfachen wie genialen Erfindung bedient. Ihr Sinn: Sicherheit und Schutz. Selbst Seehäfen wurden in der Antike mit großen Ketten abgeriegelt, damit kein feindliches Schiff die Stadt erobern konnte.
In Köln existierte dieses Sicherungssystem spätestens im 13. Jahrhundert, vermutet Dr. Max Plassmann, Historiker am Historischen Archiv der Stadt. „Genau weiß man es nicht. Es gab zwar die mächtige Stadtmauer mit ihren durchgängig bewachten Türmen und Toren. Aber die Zeiten waren unruhig. Damals gab es selbst kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Kölner Erzbischof. Reiter konnten schnell in die Stadt gelangen. An der Stadtmauer nahe der Ulrepforte hatte es einen Aufsehen erregenden Angriff gegeben. Noch heute ist diese Stelle markiert, an der die Feinde eingedrungen waren, um wichtige Punkte gleichsam im Handstreich zu erobern. Eine Erinnerungstafel berichtet von dem Überfall. So wurden die Ketten zur zusätzlichen Sicherung installiert.“
KÖLN BUSINESS
Köln will europäisches Tor für Indiens Startup-Szene werden
Köln und Indien rücken enger zusammen: Eine neue Kooperation zwischen KölnBusiness und dem Gründungszentrum T‑Hub unterstützt indische Startups beim Einstieg in den europäischen Markt. Das stärkt Köln als internationalen Wirtschaftsstandort und schafft neue Chancen für Innovation und Wachstum in unserer Metropole.
Indien zählt zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftsräumen weltweit. Besonders digitale und technologieorientierte Unternehmen entwickeln sich rasant – viele suchen den Zugang zum europäischen Markt.
Vor diesem Hintergrund rücken Köln und Indien nun näher zusammen. So hat die KölnBusiness Wirtschaftsförderung eine Kooperationsvereinbarung mit T-Hub, dem weltweit größten Gründungs- und Innovationszentrum, geschlossen. Sitz des T-Hub ist Hyderabad, mit rund 6,8 Millionen Einwohner*innen die viergrößte Stadt Indiens.
START UP
Der analoge Retter aus der Scroll-Falle - Wie das Kölner Startup Amba uns das echte Leben zurückgibt
Die Finger scrollen wie von Zauberhand durch Instagram oder TikTok, während die Zeit unbemerkt verstreicht. Jede herkömmliche App-Sperre ist im Dopaminüberschuss schnell weggeklickt. Yves Maurice Clever (27) und Basti Fischer (28) hatten genug vom digitalen Selbstbetrug. Mit ihrem Startup Amba wollen die beiden Gründer aus Köln unseren Umgang mit dem Smartphone revolutionieren.
Drei Stunden und 19 Minuten verbringen junge Erwachsene im Durchschnitt täglich auf Social Media, ein großer Teil davon entfällt auf automatisches Scrollen. Genau dieses Verhalten kannten Yves und Basti aus eigener Erfahrung. „Uns ist aufgefallen, dass wir – wie so viele andere auch – viel zu viel am Handy hängen und uns die aktuellen Lösungen nicht wirklich helfen“, erinnert sich Yves. Der Kölner arbeitete damals als Teamleiter für Growth bei rausgegangen, Basti ist gelernter Softwareentwickler. Statt sich weiter über das Problem zu ärgern, beschlossen die beiden Freunde, selbst eine Lösung zu entwickeln.
stadtMAGAZIN KÖLN
Magazin für Zeitgeschehen, Kunst, Kultur und Lebensart.
Seit 36 Jahren für Köln.
Aktuelle Ausgabe:
August | September 2026

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Karola Waldek, Herausgeberin und Chefredakteurin des stadtMAGAZINS KÖLN, auf der Jubiläumsseite der Sparkasse KölnBonn unter www.sparkasse-koelnbonn.de/200-firmenkunden
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EDITORIAL aktuelle Ausgabe:
Liebe Leser*innen,
Eine Hitzewelle jagt die andere und während einige sich über den vermeintlich „schönen” Sommer freuen, sieht die Mehrheit die Situation klarer: wir leben mitten im Klimawandel und die Hitzewellen können nicht nur schwere gesundheitliche Schäden verursachen – sie bewirken auch massive ökologische Schäden und letztlich wirtschaftliche Einbußen.
Noch wüten bei uns keine Waldbrände, aber die Dürre belastet die Landwirtschaft stark und wild lebende Tiere in den Städten und in der Natur leiden extrem. Wo man kann, sollte man helfen: Vogel- und Insektentränken mit täglich frischem Wasser in Gärten, Vorgärten und auf Balkonen aufzustellen, verursacht keinen Aufwand – aber denkt man weiter, wird klar, dass diese Hilfe letztlich unserem eigenen Wohlergehen nutzt, denn die Insekten sichern durch Bestäubung unsere Ernten, und damit unsere Nahrung. Vom einfachen Blumenuntersetzer bis zur stylischen Vogeltränke, die wir in unserer Rubrik ´nice to have´ vorstellen, gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Tiere vor dem Verdurstungstod zu retten.
Und wer in diesem Sommer keine Lust mehr verspürt, Urlaub im Süden zu machen, der findet auch in Deutschland Traumstrände mit karibisch blauem Wasser. In unserer Rubrik Reisen stellen wir sie Ihnen vor. Abkühlung findet man auch in Kirchen und historischen Stätten mit dickem Gemäuer. In Köln gibt es viele davon und eine Sightseeingtour lohnt sich allemal. Zum Tag des offenen Denkmals im September öffnen zudem viele Denkmäler ihre Pforten, die sonst verschlossen bleiben, und es gibt interessante öffentliche Führungen. Auch hierüber berichten wir.
Wenn Sie durch die folgenden Seiten blättern, begegnen Ihnen noch viele weitere interessante Themen aus den Bereichen Kultur, Lifestyle, Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft. Neu ist übrigens unsere Rubrik KölnBusiness, die wir in Zusammenarbeit mit der KölnBusiness Wirtschaftsförderung veröffentlichen. Sie lenkt den Blick auf interessante Initiativen.
Mir bleibt an dieser Stelle, Ihnen angeregte Lesestunden zu wünschen und einen Sommer, der sich in seinen letzten Tagen hoffentlich etwas gnädiger zeigt.
Herzlichst und bis bald wieder an dieser Stelle
Ihre
Karola Waldek
- Herausgeberin -
